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Ava
Natürlich wäre es für mich viel schöner gewesen, wenn ich mich als Katze hätte vorstellen können, die eine neue Familie sucht; leider kam alles anders.
Nun zu meiner Geschichte:
Ich kam zum Tierschutzverein Vinschgau im Oktober 2025. Wie alt ich bin, konnte der Tierarzt sehr schwer einschätzen, etwas zwischen 1 oder 4 Jahre.
Nachdem ich die ersten Hürden gemeistert hatte - also die ersten Tests bestanden hatte, wie zum Beispiel zu zeigen, dass ich nicht allzu scheu bin, um überhaupt vermittelt werden zu können, und nachdem ich die erste „Quarantäne“ überstanden hatte, also die Erste Impfung, Wurmkur und weitere Tierarztbesuche – dufte ich zu meiner vorübergehenden Pflegefamilie ziehen, von der aus ich hätte vermittelt werden sollen. Zu dieser kam ich im Februar 2026. Als ich dort ankam, wurde ich jedoch immer schwächer und war sehr mager. Meine neue Pflegemama wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Sie brachte mich zum Tierarzt, wo ich auf Leukose / Aids getestet wurde. Leider bestätigten sich ihre schlimmen Befürchtungen: ich wurde positiv auf Leukose getestet.
Ich selbst verstand nicht, was um mich herum geschah. Warum weinte meine Pflegemama? Bei der Kontrolluntersuchung hörte ich den beiden zu und man erklärte ihr, was diese „Leukose“ bedeutet: ich habe eine unheilbare Viruserkrankung, die mein Immunsystem schwächt. Meine Lebenserwartung ist leider begrenzt (sie kann zwar variieren, aber meist liegt sie zwischen einigen Monaten bis 3 Jahren) und eine Heilung ist nicht möglich
Trotzdem versuchte meine Pflegemama alles, damit es mir besser geht: mit speziellem Futter, Medikamenten, ganz viel Liebe und Streicheleinheiten wurde ich langsam wieder aufgepäppelt und nahm nach einiger Zeit auch wieder an Gewicht zu.
Mit dieser Diagnose hat sich mein Leben schlagartig verändert. Zwar habe ich etwas an Gewicht zugenommen, bin aber immer noch eher schwach. Ich schlafe viel mehr als meine Katzenfreunde und habe ein ruhigeres Wesen. Wenn man mich zum Spielen auffordert, muss ich nach kurzer Zeit schon wieder eine Pause machen, weil ich schnell außer Puste bin. Aber ich muss sagen: Ich habe mich mit meinem Schicksal abgefunden und versuche, die Zeit, die mir noch bleibt, in vollen Zügen zu genießen. Ich liebe meine Streicheleinheiten und die Gesellschaft meiner anderen Fellfreunde. Und weil ich ja jetzt eine besondere Katze bin, bekomme ich auch öfter mal ein Leckerli – schließlich muss ich ja auch etwas zunehmen; dazu sage ich natürlich nie nein.
Was ich besonders liebe, ist die Sonne
Ich wurde inzwischen ins Katzenhaus gebracht, wo ich an sonnigen und warmen Tagen mein Fell in der Sonne aufwärmen kann. Dort liege ich oft stundenlang und genieße die Wärme; es ist wunderbar.
Auch wenn ich leider nie als „sucht ein neues Zuhause- Katze“ vorgestellt werden kann, weil meine Lebensdauer schwer einzuschätzen ist, habe ich hier beim Tierschutzverein ein schönes Leben und eine liebevolle Familie gefunden: meine Pflegemama, die Mitarbeiter, die mich besuchen und mir Leckerlies und lange Streicheleinheiten schenken, und natürlich meine Fellfreunde: mir fehlt es an nichts.
Mein Wunsch an euch: bitte lasst eure Katzen gegen Leukose impfen - besonders wenn sie Freigänger sind. Eine Impfung kann Leben retten und solch ein Schicksal verhindern.
Wer mich gerne als Paten unterstützen möchte und mir damit mit Leckerlies und Liebe aus der Ferne schicken möchte, kann sich gerne melden. Ich würde mich riesig darüber freuen.
Pate/Patin: Sabine Pixner